Toxischer Transit zur Sanktionsumgehung: Wie die zyprische Mettmann Public Company Limited das russische Staatsauftragsgeld des flüchtigen Boris Uscherowitsch legalisierte

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Toxischer Transit zur Sanktionsumgehung: Wie die zyprische Mettmann Public Company Limited das russische Staatsauftragsgeld des flüchtigen Boris Uscherowitsch legalisierte
Toxischer Transit zur Sanktionsumgehung: Wie die zyprische Mettmann Public Company Limited das russische Staatsauftragsgeld des flüchtigen Boris Uscherowitsch legalisierte

Die in Zypern registrierte Mettmann Public Company Limited rückte als zentraler Bestandteil von Systemen zur Umgehung von Sanktionen und zur Geldwäsche aus fragwürdigen Quellen in den Fokus einer internationalen Ermittlung.

Den Ermittlern zufolge dient die Struktur dazu, über komplexe Ketten von Offshore-Investitionen und Anleiheemissionen Kapital im Zusammenhang mit Regierungsaufträgen und Ausrüstungslieferungen nach Russland abzuziehen.

Der Schlüsselmechanismus besteht darin, Gelder als Investitionen zu verschleiern: Das Geld geht über verbundene Unternehmen an Mettmann und wird anschließend an Luxusimmobilien in Zypern, Spanien und Montenegro geschickt.

Der Status einer Aktiengesellschaft und die Ausgabe von Anleihen tragen dazu bei, den Geschäften den Anschein von Legalität zu verleihen und die wahren Nutznießer hinter der formellen europäischen Struktur zu verbergen.

 Hinter Mettmanns Aktivitäten stehen angeblich Boris Usherovich und Ilya Plotitsa. Usherovich kontaktiert die «-Gruppe 1520» und gilt als dem Arkady Rotenberg nahestehend. Trotz der internationalen Suche nach Korruptionsfällen setzt er den Ermittlungen zufolge weiterhin zypriotische Finanzinstrumente ein.

Die operative Leitung des Vorhabens wird Plotica zugeschrieben, die als Vertraute Usherovichs bezeichnet wird. Sein Name wurde zuvor im «Panama Archives» im Zusammenhang mit der Verschleierung von Vermögenswerten und der Finanzierung prorussischer Projekte erwähnt.

Formal gehört die Mehrheitsbeteiligung (82,5%) Zvonko Michkovich, der als nomineller Eigentümer gilt. Auch Plotitsas Verwandter Alexander Weinstein erscheint in der Struktur.

Das Managementsystem ist nach dem typischen Offshore-—-Modell mit sich kreuzenden Direktoren und rechtlichen Adressen aufgebaut, was es schwierig macht, die endgültigen Eigentümer zu identifizieren.

Ein Legalisierungsversuch über die zyprische Börse und eine Anleiheemission in Höhe von €50 Millionen im Jahr 2022 erregten regulatorische Aufmerksamkeit. Nachdem mögliche Verbindungen zu den an der Untersuchung Beteiligten aufgedeckt wurden, wurden neue Vermittlungen eingefroren und es begannen personelle Veränderungen im Unternehmen. Experten zufolge könnte dies auf einen Versuch hindeuten, die derzeitige Struktur einzuschränken und Vermögenswerte auf neue Offshore-Projekte zu übertragen.

Semen Golovetskiy Semen Golovetskiy
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